Kulturerbe

Souvenirs

Šibenski botun – der traditionelle Knopf 

Der Knopf „Šibenski botun“ schmückte Jahrhunderte lang die männliche Tracht, und im letzten Jahrzehnt wurde er als originelles Souvenir von Šibenik anerkannt. Heute kann dieser Knopf in Form von Ohrringen, Ringen, Anhängern, Krawatennadeln, als Brosche oder Halskette usw. gekauft werden. Der Knopf hat eine Form von zwei Halbkugeln die in der Mitte zusammenkommen, im Inneren ist der Knopf hohl – von außen ist der Knopf mit silbernen Fäden und Kügelchen geschmückt. Der Originalknopf ist aus Silber und in einer genau vorgegebenen Größe. Heutzutage kann er aber auch aus Gold und Aluminium und in verschiedenen Größen gefunden werden.
Den Knopf „Šibenski botun“ fertigte der bekannte Filigran Ljazer Čivljak, nach der Idee der Designerin Franka Kujundžić an.
Im Jahr 2007 wurde der Knopf Šibenski botun vom Nationalen Tourismusverband zum originellsten Souvenir Kroatiens, anerkannt.
Heute ist der Knopf Šibenski botun ein Teil der Tracht der Šibeniker Gesangsvereine (Klapa).

Der šibeniker “Bagatin”

Šibenik war die erste Stadt, die zur Zeit der Venezianer ihre eigenen Münzen prägte. Der Rat der Neun in Venedig genehmigte die Herstellung, wonach das šibeniker Kleingeld – der šibeniker Bagatin - auch in Umlauf gebracht wurde. Als ein Zwölftel des venezianischen Solds war er 30 venezianische Dukaten wert. Der Bagatin war über zwei Jahrhunderte lang das Zahlungsmittel in Šibenik. Wie es im Dekret über Prägungen verordnet war, war auf der einen Seite der Münze das Antlitz des Hl. Markus, dem Schutzherrn von Venedig, und auf der anderen Seite das Antlitz des Hl. Michael, dem Patron der Stadt Šibenik. Sofort nach Šibenik haben auch Split im Jahre 1490, Zadar im Jahre 1491, Trogir im Jahre 1492 und Hvar im Jahre 1493 angefangen, ihre eigenen Münzen zu prägen.

Die Kappe von Šibenik

Die Kappe von Sibenik ist eines der erkennbarsten Symbole unserer Stadt. Im vergangenen Jahrhundert wurde diese in oranger Farbe mit charakteristischen schwarzen gestickten Verzierungen festgelegt. Grundlegend handelt es sich um eine Volkstradition von besonders altem Bestehen. Dennoch ist die Kappe von Sibenik das Kind einer jener Zeiten, als diese Stadt die erste war. In der Vergangenheit war sie die erste kroatische Stadt. Später wurde in ihr die erste und einzige Kathedrale in ihrer Bauart gebaut. Die Kappe von Sibenik erinnert uns an jene Jahre der neueren Geschichte, als in dieser Stadt, durch den Bau des ersten abgerundeten Produktions- und Distributionssystem des Wechselstroms weltweit, der industrielle Aufschwung begann. Die industriellen Potentiale, welche durch diese neuen Möglichkeiten ab dieser Zeit an den Rand der Stadt angezogen wurden, haben diese ganz bis in die heutige Zeit geprägt. Hier wählen sogar Aluminiumunternehmen als Farbe ihrer korporativen Zeichen üblicherweise orange. Und hier kehrt unsere Geschichte an den Anfang zurück, zur Kappe und deren modern Farbe.  
Das Tragen der roten Kappe ist keine exklusive Mode der Einwohner Sibeniks. Sie kann in vielen Volkstrachten gefunden werden, sogar in Parade- oder Zeremonie Kostümen verschiedener Zeiten und Länder. Dies ist jener Teil der Kleidung, welcher über die Zugehörigkeit seines Trägers sogar dann etwas erzählen kann, wenn dessen Körper aufgrund der Volksmenge nicht sichtbar ist. Und es ist schwer der roten Farbe ein ebenbürtiges Paar zu finden. Daher können wir uns leicht an verschiedene rote Kappen und Rotkäppchen erinnern. Jene, bei welchers die Geschichte beginnt und welche keine bunte Kappe hat. Dies ist die Kappe des Plebejers von Sibenik vom höheren Porträtkranz der Kathedrale von Sibenik, eingemeißelt Mitte des 15. Jahrhunderts.